33. Predigt von Jesus… Falsche Propheten

Veröffentlicht am 21.06.2017

33. Predigt von Jesus… Falsche Propheten
(10.04.1872)

Matthäus 7:15-23
“Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringt gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen, und ein fauler Baum kann nicht gute Früchte bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: ,Herr, Herr!` in das Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: ,Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt?

Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan?` Dann werde ich ihnen bekennen: ,Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!”`

01. Dieses ganze Kapitel handelt von Lebensregeln, wie sie, auf Meine Lehre gegründet, zu beachten sind, damit die Menschen – und besonders in jener Zeit Meine Jünger und Zuhörer wußten, wie sie ihre eigenen Religionsgesetze im praktischen Leben ausüben sollten. Da besonders in jenen Zeiten die Auslegung der mosaischen Gesetze nicht nach Meinem Sinn war, deswegen mußte Ich selbst kommen, um den geistigen Lebensbaum der den Juden übergebenen Religion vor dem Verfaulen zu retten, damit er wieder Früchte trage, die den Gesetzen Meiner Geisterwelt entsprechen sollten.

02. So lehrte Ich in diesem Kapitel die Nachsicht mit den Fehlern anderer, sowie die Vorsicht, Meine Lehre nicht ohne Vorbereitung einem jeden an den Hals zu werfen, ferner die Mildtätigkeit und Liebe, welche die Menschen, Meinem Beispiel gemäß, gegen andere ausüben sollen. Ihr seht das Gesetz der Nächstenliebe im weitesten Sinne erklärt und werdet auch darauf aufmerksam gemacht, daß diese Meine Forderungen nicht so leicht sind, weil den Aufopferungen für Meine Liebesgesetze die Versuchungen der Welt und die leicht überhandnehmende Selbstliebe entgegenstehen.

03. Ich predigte nichts Neues, sondern erklärte nur Meinen Jüngern und Anhängern das schon Bekannte in seinem wahren Sinn, damit auch sie in der Folge den Mitmenschen den wahren Inhalt der Gebote mitteilen konnten. Ich mußte dabei zuerst den Lehrern und dann den Lernenden gewisse Maßregeln und Kennzeichen geben, woran die ersteren ihre wahren Wißbegierigen und Gläubigen, die letzteren aber ihre Lehrer erkennen und die falschen Lehrer oder Propheten von den echten, wahren unterscheiden konnten. Daher sind die Kennzeichen in Gleichnissen aufgezählt. In wenigen Sätzen ist gesagt, daß nicht Worte genügen, um andere zu überzeugen, sondern daß Taten als Beweise darlegen sollen, daß der Lehrende von der Wahrheit seiner Worte wirklich durchdrungen ist.

04. Dieser Maßstab, um falsche von echten Führern zu unterscheiden, soll dem Urteil der Zuhörer bei allen Gelegenheiten als Richtschnur dienen, weil sie sonst, durch Irrlehrer verführt, auf ganz falsche Wege geraten könnten.

05. Meine Zuhörer in jener Zeit machte Ich deshalb darauf aufmerksam, weil Ich im voraus wußte, daß nach Meinem Dahingang auch andere neben Meinen Jüngern auftreten würden, die unter dem Deckmantel Meiner Liebelehre nur ihren eigenen Vorteil suchen würden. Ich sagte ihnen auch im voraus, welches das Schicksal dieser falschen Lehrer, sowie auch derer, die auf solche Wahnlehren ihr geistiges Wohl bauen, sein werde, wenn geistige und physische Stürme ihr Lebensschiff in Gefahr bringen würden, in denen nur derjenige mit Ruhe der Zukunft – wie immer sie sich auch gestalten möge – entgegensehen kann, der Meine Lehre auch in der Tat ausübt. Ich verglich sie mit Menschen, von denen der eine sein Haus auf einen Fels, der andere auf Sand gebaut hatte.

06. Was Ich nun in jenen Zeiten Meinen Jüngern und Anhängern als Lebensregeln auf ihre dornenreiche Bahn mitgegeben habe, findet seine Anwendung in allen Zeiten, bis auf die heutigen und noch kommenden; denn Meine Worte sind ja Worte der
Ewigkeit und für die Ewigkeit. Sie können nie vergehen oder außer Gebrauch kommen, weil sie, ebenfalls auf den Felsen Meiner Wahrheit gebaut, den Tempel Meines Geisterhimmels ausmachen.

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